KEO

 

Geschätzte Eltern

 

Die Situation ist wegen der Mutationen des Corona-Virus angespannt. Bis anhin galten die Kinder zwar als Träger, aber nicht als Treiber der Pandemie. Aufgrund der deutlich leichteren Übertragbarkeit der vermehrt auftretenden Mutationen des Coronavirus wird aber ein starker Anstieg der Ansteckungszahlen befürchtet. Deshalb gilt

seit Montag, 25. Januar 2021 eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ab der 4. Primarklasse vorläufig befristet bis Ende Februar 2021.

 

Die Bildungsdirektion hat am 21. Januar 2021 verfügt, dass die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler auf die 4. bis 6. Primarklassen ausgeweitet wird. Im Rahmen des Contact-Tracing wurde festgestellt, dass es in den letzten Wochen bei Schülerinnen und Schülern ab der 4. Klasse der Primarschule vermehrt zu Ansteckungen beziehungsweise Quarantäneanordnungen gekommen ist. Diesen kann mit einer Ausdehnung der Maskentragepflicht wirksam begegnet werden. Die Schulen stellen Masken in geeigneter Grösse, auch Kindermasken, zur Verfügung. Ziel dieser verschärften Massnahmen ist es, die Schulen möglichst offen zu halten und gleichzeitig die Kinder und Lehrpersonen zu schützen.
 

Die Schulen sollen offenbleiben

Verschiedene Studien belegen, dass die Schliessung der Schulen weitreichende Konsequenzen auf die Gesundheit und die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen haben. Kinder haben ein Recht auf Bildung! Niemand trägt gerne Masken, aber eine erweiterte Maskenpflicht ist klar der Schliessung der Schulen vorzuziehen. Auch die Pädiatrische Gesellschaft Schweiz empfiehlt, die lokalen Behörden bei einer Ausweitung der Maskenpflicht auf unter 12-jährige Kinder zu unterstützen, weil das oberste Ziel ist, Schulschliessungen zu vermeiden.

 

Die KEO/ Kantonale Elternmitwirkungs-Organisation steht deshalb hinter dem Entscheid der Bildungsdirektion.

Wir hoffen, dass auch der Raumluft in den Schulen durch den Einsatz von Co2-Messgeräten genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Zimmer können so gezielt gelüftet werden und die Schülerinnen und Schüler sind nicht unnötig Kälte und Durchzug ausgesetzt. Dadurch können Schulräume identifiziert und mit Luftfiltern oder noch besser mit Lüftungsanlagen aufrüstet werden, wo einfaches Lüften über die Fenster nicht ausreicht.

Wir gehen davon aus, dass die Schulen auf der pädagogischen Ebene auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Lösungen entwickeln werden. Dies könnte aus Sicht der KEO neben der Erweiterung der Maskenplicht, in einem weiteren Schritt für die Volksschule ein Unterricht in Halbklassen und eine Konzentration auf die Hauptfächer sein.

Für den Fall, dass eine Schliessung der Schulen trotz allem notwendig wird, sollen weiterführende Schulen zuerst, dann die Oberstufe, dann die Mittelstufe und nur im Notfall und nur punktuell die Unterstufe und der Kindergarten auf Fernunterricht umstellen.

 

Auch in der Quarantäne ist der Zugang zu Bildung zu gewährleisten

Müssen einzelne Kinder oder ganze Klassen in Quarantäne, erwarten wir, dass die Schulen abklären, wo Bedarf besteht, damit jedes Kind zuhause ohne Lernunterbruch weiter lernen kann. Dazu gehören, wenn nötig, die Zurverfügungstellung der digitalen Infrastruktur und Anleitungen zur Anwendung der Programme. Schulkinder mit Lernschwierigkeiten und Konzentrationsdefizite benötigen eine zusätzliche Unterstützung, damit sie lernen können.

 

Vorbereitet sein für die Umstellung auf Fernunterricht

Wir gehen davon aus, dass die Gemeinden und Schulen auf eine allfällige Phase des Fernunterrichts bereits vorbereitet sind. Wir sind überzeugt, dass die Schulen diesbezüglich aus der Fernlernphase im Jahr 2020 genügend Erfahrungen sammeln konnten. Es ist wichtig, dass bei einer Umstellung auf Fernunterricht alle Kinder Zugang zu Bildung haben. Kinder benötigen zu Hause genügend Raum, Ruhe, digitale Infrastruktur und Betreuung. Kinder, die zu Hause nicht lernen können, brauchen unkomplizierte Gefässe vor Ort, damit auch sie Zugang zu Bildung haben. Vor allem jüngere Schulkinder mit Lernschwächen, Konzentrationsdefiziten, fremdsprachigen oder im Homeoffice arbeitenden Eltern benötigen eine spezielle Unterstützung.

 

Wir möchten an dieser Stelle allen an der Schule beteiligten Personen danken für ihren unermüdlichen Einsatz für unsere Kinder.

 

Wir sind für Sie da- KEO Helpline

Ausserdem leistet die KEO, wo immer möglich, ihren Beitrag dazu, dass die Zürcher Volksschule die Corona-Virus-Pandemie solidarisch meistern kann. Dazu gehört unter anderem, dass wir über unsere Helpline, am besten per Mail unter helpline@keo-zh.ch, da sind, wenn Fragen auftauchen. Besuchen Sie uns auch auf Facebook. Dort posten wir viele Ideen, wie Eltern mit ihren Kindern den Tag strukturieren können, geben Online-Lerntipps oder teilen andere Strategien, wie diese besondere Situation gemeistert werden kann.

 

Bitte beachten Sie auch unsere Internetseite zur Covid 19 Pandemie

https://www.keo-zh.ch/covid-19_pandemie

Herzliche Grüsse und tragen Sie sich Sorge

KEO/ Kantonale Elternmitwirkungs-Organisation

Für den Vorstand, Gabriela Kohler-Steinhauser Präsidentin

 

KEO/ Kantonale Elternmitwirkungs-Organisation
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